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Das Studium der Politikwissenschaften

Die Politikwissenschaft ist ein weites wissenschaftliches Feld. Sie besteht aus diversen Teildisziplinen und bietet somit zahlreiche Möglichkeiten der Spezialisierung. Ebenso facettenreich sind die beruflichen Chancen, welche Absolventen der Politikwissenschaft nach ihrem Studium vorfinden. Politikwissenschaftliche Studiengänge qualifizieren nicht für einen bestimmten Beruf. Sie vermitteln stattdessen Kompetenzen, welche in unterschiedlichen Handlungsfeldern gefragt sind.

Was wird vermittelt?

Pluralismus, Hegemonie, Machtzentrum, Polyarchie – Begriffe, die einem Studenten der Politikwissenschaft begegnen werden. Das Studium der Politikwissenschaft ist vielseitig. Vermittelt werden neben Theoriewissen in erster Linie Kompetenzen. Das Handwerk des wissenschaftlichen Arbeitens und die Fähigkeiten, analytisch und konzeptionell zu denken, komplexe politische Sachverhalte schnell zu erfassen, theoretisch einzuordnen sowie schriftlich und mündlich zu präsentieren, stehen hierbei im Zentrum.

Zentrale Teildisziplinen der Politikwissenschaft

  • Politische Theorie
  • Politische Ökonomie
  • Staats- und Regierungslehre
  • Internationale Beziehungen
  • Friedens- und Konfliktforschung
  • Zivilgesellschaft

    Politikwissenschaft ist ein sehr beliebter Studiengang unter den heutigen Studenten.

    Politikwissenschaft ist ein sehr beliebter Studiengang unter den heutigen Studenten.

Berufliche Perspektiven

Ein Studium der Politikwissenschaft bereitet nicht auf einen speziellen Beruf vor, sondern eröffnet den Weg in diverse Handlungs- und Tätigkeitsfelder:

Ein möglicher Weg ist es, eine klassische wissenschaftliche Karriere in Forschung und Hochschullehre anzustreben. Darüber hinaus führen zahlreiche Wege heraus aus der Hochschule. Im Anschluss an das Studium ist hierfür ein Promotionsstudium – häufig kombiniert mit einer Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters am Lehrstuhl – anzustreben. Ein ebenso klassisches Handlungsfeld, in dem die Politikwissenschaft gefragt ist, ist der Journalismus. Die Fähigkeit, Zusammenhänge schnell und analytisch zu erfassen und aufzubereiten, sowie die Sprachzentriertheit des Studiums sind Faktoren, die hier positiv zum Tragen kommen. Es empfiehlt sich, bereits während des Studiums Erfahrungen als freiberuflicher Mitarbeiter bei beispielsweise Tageszeitungen zu sammeln. Nach dem Studium führt in der Regel ein Volontariat in den Beruf des Journalisten. Kenntnisse der Politikwissenschaft sind darüber hinaus im öffentlichen Sektor (Ministerien, Kommunalverwaltungen etc.) der Wirtschaft, in Parteien und in Nichtregierungsorganisationen (Stiftungen, Vereine, Hilfsorganisationen etc.) gefragt. Interessenvertretung ist ein weiteres klassisches Tätigkeitsfeld.

Handlungs- und Tätigkeitsfelder für Politologen

  • Wissenschaft und Forschung
  • Hochschullehre und -verwaltung
  • Redaktion und Journalismus
  • Öffentliche Verwaltung
  • Parteien
  • Verbände
  • Nichtregierungsorganisationen
  • Entwicklungshilfe bzw. Entwicklungszusammenarbeit
  • Unternehmen, Wirtschaft
  • Politische Bildung
  • Extremismus- und Konfliktprävention bzw. -bearbeitung
  • Interessenvertretung: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Public Relations, Lobby- und Kampagnenarbeit
  • Unternehmens- und Politikberatung

Politologen treten in vielen der genannten Handlungsfelder in Konkurrenz zu anderen Sozial- bzw. Geisteswissenschaftlern. Absolventen der Politikwissenschaft müssen daher auf einem hart umkämpften Arbeitsmarkt bestehen. Ein erfolgreich bestandenes Studium alleine führt selten zum Erfolg. Es empfiehlt sich daher, frühzeitig praktische Kompetenzen und Erfahrungen zu erwerben und Kontakte zu knüpfen.